2004 – Deutsches Kulturjahr in Russland2003 war das Jahr der russischen Kultur in Deutschland. 2004 präsentierte Deutschland russlandsweit seine mannigfaltige Kultur und Wissenschaft. Im Rahmen des Kulturjahres und Kulturtage in Rostow am Don wurde von der Deutschen Botschaft in Moskau und dem DAAD an der Rostower Universität 21. Germanistikkonferenz veranstaltet (24.05-27.05.04). Es war eine sehr repräsentative Konferenz. Viele prominente Professoren aus der Schweiz und Deutschland nahmen an der Konferenz teil. Die russische Germanistik war durch Ptofessoren und Dozenten nicht nur aus Zentrum Russlands, sondern auch aus den Hochschulen von Jakutsk, Chabarowsk, Tjumen, Blagowetschensk vertreten. Die Germanisten aus dem Nordkaukasus nahmen auch daran teil. 31 DAAD-Lektoren und -Lektorinnen aus ganz Russland sind nach Rostow zur Konferenz gekommen. Die Konferenz wurde von dem Leiter der DAAD-Aussenstelle in Moskau Dr. Gregor Berghorn moderiert (auf dem Foto in der Mitte).
Der Vorsitzende des Nordkaukasischen Wissenschaftlichen Zentrums der Hochschulen, Akademiemitglied, Prof. Dr. Juri Shdanow begrüsst in seinem Vorwort alle Teilnehmer der Konferenz. Rektor der Rostower Staatlichen Universität Prof. Dr. Alexander Belokonj heisst alle Gäste herzlich willkommen und stellt kurz die Universität vor.
Frau Gudrun Steinacker aus der Deutschen Botschaft in Moskau findet die Atmosphäre der Konferenz hervorragend. Sie ist zum ersten Mal in Rostow am Don.
Alle Vorträge sowohl im Plenum, als auch in den Sektionen zeugten vom hohen wissenschaftlichen Niveau der Germanistik-Forscher in Russland und im Ausland. Rostower Universität war nur durch einen Vortrag „Kontrastive Linguistik: Neologismen im Vergleich Deutsch-Russisch“ von der Präsidentin der Assoziation „Loreley“, Prof. Dr. Swetlana Bijatenko-Koloskowa vertreten. Ein sehr interessantes Kulturprogramm der Konferenz: Theatervorstellung (Leipzig), Autorenlesung (W. Lebert) fand beim Publikum einen grossen Beifall. Benjamin Lebert ist in Deutschbereich populär. Man kennt ihn auch in anderen Ländern, wo seine Romane „Crazy“ und „Der Vogel ist ein Rabe“ erschienen sind. Der 22-jährige Schriftsteller kam für eine Lesung nach Rostow am Don. Vor den Teilnehmern der Germanistikkonferenz las er Auszüge aus seinen beiden Romanen. Er fand einen grossen Beifall besonders bei den Jugendlichen. Kulturherbst Wolga / Don liess sich in Rostow am Don im September 2004 nieder. Die offizielle Eröffnung der Deutschen Kulturtage in Rostow am Don fand in der Kongresshalle des Hotels „Don-Plaza“ in Anwesenheit des Deutschen Botschafters in Moskau Herrn Friedrich von Plötz statt.
Der Botschafter Herr von Plötz verleiht den Preis an die Siegerin von Schulolympiade Ljudmila Koslowskaja, Sergej Jakubejko bekam eben den Preis und begibt sich zu seinem Platz zurück.
„Deutsche Woche“ dauerte vom September bis Dezember 2004 und war mit vielen Veranstaltungen, Theatervorstellungen, Ausstellungen, Autorenlesungen dargeboten. Sehr grosses Interesse erweckten „Tage des neuen deutschen Films“. Sehr wichtig waren die gemeinsamen Projekte „Journalisten auf See“ – Don-Wolga-Fahrt, „Medienforum 2004“. Es war ein deutsch-russisches Journalistentreffen in Rostow. Die deutschen und russischen Journalisten beschäftigten sich mit der Frage: Worin liegt die Stärke der regionalen Presse? Die Konferenz wurde vom Deutsch-Russichen Forum in Moskau organisiert. Am Workshop „Das Russlandbild in deutschen Medien“ nahmen Studenten von Freien Russisch-Deutschen Institut für Publizistik teil. Die Studentenjugend und Schüler waren begeistert vom Jazz-Festival und vom Pop-Konzert „Virginia Jetzt!“ Die vier Musiker gehören zu den neuen Helden am deutschen Musikhimmel. Die feenhaft zarte Stimme des Sängers Nino Skrotzki und die melodischen Klänge der Band verzauberten alle Zuschauer. Die deutsche Diskothek mit dem Berliner DJ-Duo lockte viele junge Rostower heran. „TanzzzGermania“ lud zu einer Exkursion durch die deutsche Elektronenszene ein. Die gespielten Songs starteten am Anfang der elektronischen Musik und endeten im modernen Elektropop Revival. Die Jugend war begeistert. Im Rahmen der Deutschen Kulturtage hat die Assoziation „Loreley“ drei grosse Veranstaltungen vorgeführt: „B. Brecht im Ton und Wort“, Regionale Studentenkonferenz „Jugendpolitik und Jugendkultur in Deutschland“, inszenierte Veranstaltung „Sitten und Bräuche“. Am 16.09.04 fand die Veranstaltung „B. Brecht im Ton und Wort“ statt. Moderatorin Fr. Oberstudienrätin Christa Romberg, Universität Dortmund. Im Ton klangen viele Auszüge aus der „Dreigroschenoper“. Die schönsten Songs sang hinreissend und mit Elan Fr. Christa Romberg selbst und eroberte dadurch Herzen aller Anwesenden im überfüllten Saal der öffentlichen Bibliothek.
Germanistik-Studenten stellten glänzend unter der Moderation von Christa Romberg „Bertold Brecht in Wort“ dar.
DAAD-Lektor an der Rostower Uni Max von Hilgers und Tutorin aus der Uni Dortmund Vanessa Hinck liessen sich nicht abhalten und machten erfolgreich mit (links auf dem Foto 8).
An der Regionalen Konferenz „Jugendpolitik und Jugendkultur in Deutschland“ (30.09.04) nahmen nicht nur Studenten, sondern auch Schüler teil. Die inhaltsreichen Vorträge über Jugendkultur, jugendliche politische Organisationen, Jugendverbände zogen die Aufmerksamkeit der Anwesenden an.
Einen sehr interessanten Vortrag „Der Einfluss der Massenmedien auf die Jugendlichen“ hielt Vanessa Hinck. Germanistik-Student Michail Fomenko (5. Studienjahr) bot in attraktiver Form die Kulturströmungen in der Jugendszene in Deutschland dar (beide auf dem Foto in der Mitte).
Alexej Frolin und Juri Toma widmeten ihre Referate den Jungsozialisten und ihrem hundertjährigen Jubiläum im Jahre 2004.
Die Inszenierung von Sitten und Bräuchen war eine nicht enden wollende Vorstellung, die mit einem nicht enden wollenden Beifall begleitet wurde. Beim Oktoberfest angefangen in der Darstellung von Schülern (Schule 53 mit erweitertem Deutschunterricht) ,
mit Erntedankfest und engagierten Tänzern aus dem Schülertanzklub wurde diese grosse Veranstaltung von den Studenten fortgesetzt.
Die „artigen“ Kinder (Germanistik-Studenten des 1. Studienjahres) trafen sich mit dem Heiligen Nikolaus und wurden von ihm reichlich beschenkt.
Die Drei Könige zogen nach Betlehem, wurden von den Räubern überfallen und gelangen doch glücklich zum Christkind. ) Zur Adventszeit wurden von den Studenten schöne Weihnachtsgeschichten vorgetragen. Sehr engagierte Studenten aus der Technischen Universität Nowotscherkassk inszenierten die Novelle vom schönsten Tag im Leben und zeigten, dass alle Wunder zu Weihnachten geschehen. Von den Germanistik-Studenten unter der Moderation von Vanessa Hinck wurde ein historisches Musical aufgeführt.
Die verzaubernde Musik, die Hingabe der Darsteller machten dieses interessante Stück zum Meisterstück. Diese glänzende Vorstellung bleibt für lange in Erinnerung der Zuschauer. Der Veranstaltung wohnte die Fachberaterin aus dem Bildungsministerium des Rostower Gebiets Elena Sedlezkaja bei. Sie sitzt zusammen mit der engagierten Musiklehrerin der Schule 53 Olga Gradnizyna und ist bestimmt von allem Gesehenen begeistert.
Der Vorstand von „Loreley“ bespricht die Ergebnisse der Kulturtage. Präsidentin der Assoziation „Loreley“ Prof. Dr. S. Bijatenko-Koloskowa, Mitgleid des „Loreley“-Vorstandes Oberlehrerin Karina Petrosjan und Fachberaterin Elena Sedlezkaja sind mit Ergebnissen der Kulturtage sehr zufrieden. In diesem Kulturjahr wurden auch DAAD-Programme durch Max von Hilgers und Programme und Projekte der Bosch-Stiftung von der Lektorin Franka Kühn für Studenten und Lehrende vorgestellt.
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